Veranstaltungen
Musikfilm: Klang der Stille
Samstag, 17. Oktober 2026 – 18.00 Uhr
Kino im Kesselhaus
Filmgespräch:
Manfred Permoser und Severin Endelweber
Kooperation mit Kino im Kesselhaus
Musikfilm: Klang der Stille
Regie: Agnieszka Holland
Besetzung: Ed Harris, Diane Kruger u. a. m.
USA & Deutschland 2006, 105 Min.
„Tatsächlich der einzige bisher gedrehte
Beethoven-Spielfilm, den man unbedingt gesehen haben sollte.“ Wolf-Dieter Seiffert
Eine fast durchwegs fiktive Handlung: Wien, 1824. Ludwig van Beethovens Ära neigt sich dem Ende zu. Der geniale Komponist führt ertaubt und kränkelnd ein isoliertes Leben abseits der Gesellschaft. Auch der Musikgeschmack hat sich verändert: Die frivole italienische Oper wird beim Publikum immer beliebter. Beethoven arbeitet derweil an seiner 9. Symphonie. Kurz vor der Uraufführung aber fehlt es noch immer am Stimmenmaterial. Daher engagiert Verleger Wenzel Schlemmer die Musikstudentin Anna Holtz als Kopistin – sie soll die Noten in letzter Minute zu Papier bringen. Zwischen der einfühlsamen, jungen Frau und dem aufbrausenden, launenhaften Komponisten entwickelt sich eine intensive Beziehung, die beider Leben nachhaltig verändert.
Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland trifft mit diesem emotionalen Drama mitten ins Herz, entwirft ein aufregendes Zeit Tableau und entführt in die magische Welt der Klänge. Ludwig van Beethoven – sensibler Mensch, zerstörerische Naturgewalt, Jahrhundert-Genie: Ed Harris spielt den legendären Meister in einer fulminanten Tour de Force, Diane Kruger beweist mit der vielleicht besten Darbietung ihrer Karriere großes Talent auch für ernste Charaktere. Ein bewegender Film über die alles überwindende, ewige Kraft der Musik. Dabei spielen neben der 9. Symphonie, die eine Viertelstunde in geraffter Aufführung erklingt – danach die berühmte Anekdote mit dem tauben Beethoven, der zu seinem begeistert klatschenden Publikum umgedreht werden muss – auch die späten Streichquartette op. 131 und op. 132 sowie die „Große Fuge“ op. 133 eine zentrale Rolle.
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Freitag, 13. & Samstag, 14. November 2026 – 19.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Festsaal
Beethovens Zeit in Gneixendorf
Karl Markovics – Rezitation
Kooperation mit BTHZ Beethovenzimmer Schloss Wasserhof
Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird die Veranstaltung zweimal stattfinden.
» Heftige Konversationen «
Beethovens Zeit in Gneixendorf
„Wir schreiben Ihnen hier von der Burg des Signore fratello.“ Ludwig van Beethoven
Die Zeit von Ende September bis Ende November 1826 verbrachte Beethoven gemeinsam mit Neffe Karl auf Schloss Wasserhof, dem Gut seines Bruders Johann in Gneixendorf bei Krems. Dieser letzte Landaufenthalt des Komponisten kann dank der mit dem ertaubten Künstler geführten so genannten ‚Konversationshefte‘ und der verfassten Briefe annähernd rekonstruiert werden. Notizen zum Alltagsleben, zu Ausflügen in die Umgebung, aber auch zu familiären Spannungen sowie ebenso interessante Einblicke in das ‚Laboratorium artificiosum‘ des Meisters lassen diese Wochen in einzigartiger Weise nachvollziehen.
Beethoven am 2. Oktober 1826 an den Verleger Tobias Haslinger in Wien: „Sie sehen schon, daß ich hier in Gneixendorf bin. Der Name hat einige Aehnlichkeiten mit einer brechenden Axe. Die Luft ist gesund. Ueber Sonstiges muß man das Memento mori machen.“ Trotz oder vielleicht sogar wegen mancher Schwierigkeiten schuf der Komponist hier einige seiner letzten wichtigen Werke – dieser Ort ist somit musikhistorisch von singulärer Bedeutung.
Beethoven am 13. Oktober 1826 an den Verlag B. Schott’s Söhne in Mainz: „Ich benütze den Rest des Sommers, um mich hier auf dem Lande zu erhohlen, da es mir diesen Sommer unmöglich war, Wien zu verlassen.“ Und am selben Tag weiter an Adolph Martin Schlesinger in Berlin: „Abgestreift ist die Müdigkeit der Stadt, u. ich fühle mich wieder aufgelegter.“ Auszüge aus den erhaltenen Originaltexten, ergänzt um authentische Aufzeichnungen des zeitgenössischen Beethoven-Biographen Alexander Wheelock Thayer, möchten als szenische Lesung mit Musik Beethovens Zeit in Gneixendorf atmosphärisch wiederbeleben.
KÖCHEL-PROMENADE
Auf Mozarts Spuren
durch Krems und Stein
„Nachts waren wir zu Stein …“
Wolfgang Amadé Mozart, 1762
Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der 1995 konstituierten Köchel Gesellschaft Krems wurde mit der „Köchel-Promenade“ ein nachhaltiges Beispiel interaktiver Auseinandersetzung mit musikalischem Erbe gesetzt. 20 Stationen zu musikalisch bedeutenden Gebäuden, Höfen und Plätzen sollen Besucherinnen wie Besuchern interessante Eindrücke einer überaus reichhaltigen Tradition und der lebendigen Gegenwart unserer Kulturstadt ermöglichen. Die Musikbeispiele sowie viele weitere Informationen können via Smartphone auch direkt vor Ort abgerufen werden und machen auf diese Weise einen virtuellen Themenweg mit Audioguide unmittelbar erlebbar. Die Finanzierung der „Köchel-Promenade“ ist durch Subventionen der Kulturabteilungen der Stadt Krems und des Landes Niederösterreich mit Beteiligung der „Ludwig Ritter von Köchel Gesellschaft“ realisiert worden. Zudem haben Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft und private Geldgeber die Patenschaft für einzelne Stationen übernommen.
Idee & Konzept: Severin Endelweber und Manfred Permoser
Sprecher: Albert Hosp
BEETHOVEN IN GNEIXENDORF
Schautafeln vor Schloss Wasserhof
„Wir schreiben Ihnen hier von der Burg des Signore fratello.“
Ludwig van Beethoven, 1826
„Freu dich des Lebens“ notiert Ludwig van Beethoven in sein Konversationsheft, als er Ende September 1826 am Gut des Bruders Johann die spätsommerliche Landidylle Gneixendorfs genießen konnte. Gemeinsam mit seinem Neffen Karl fand er auf Schloss Wasserhof die lang ersehnte Ruhe und Erholung. Noch einmal findet Beethoven in der ländlichen Umgebung die Inspirationsquelle eines einzigartigen Schaffensprozesses. Mit den Finalsätzen zu den Streichquartetten op. 130 und op. 135 entstehen dort seine letzten bedeutenden Kompositionen. Als nachhaltige Ergänzung zur Veranstaltungsreihe BEETHOVEN 2020 @ KREMS präsentiert die Köchel Gesellschaft Krems nun eine frei zugängliche Dauerausstellung am Schloss Wasserhof in Gneixendorf. Auf vier Schautafeln an der Fassade dieses musikhistorisch einzigartigen Gebäudes werden Aufenthalt, Alltag, Komponieren und Nachleben des ‚Mythos Beethoven‘ illustriert. Die musikalische Umrahmung der Eröffnungsveranstaltung durch das Koehne Quartett fand am 11. Juni 2021 im barocken Schüttkasten des Schlosses statt – mit Ausschnitten aus den in Gneixendorf entstandenen Streichquartettwerken.